Über den Kurs
Der Name steht, das Logo ist gedruckt, die Fahrzeugbeschriftung klebt – und dann kommt der Brief. Markenrecht ist das Feld, auf dem bei Gründungen und beim schnellen Ausbau die teuersten Fehler passieren. Nicht, weil jemand absichtlich kopiert, sondern weil niemand vorher nachgesehen hat.
Verwechslungsgefahr reicht schon
Eine Markenrechtsverletzung setzt keine Kopie voraus. Es genügt, dass Kunden deine Marke mit einer bestehenden verwechseln könnten: ein ähnlich klingender Name, ein ähnliches Logo, eine abgewandelte Schreibweise. Und es betrifft nicht nur den Firmennamen, sondern auch Produktnamen und ganze Produktreihen.
Die Folgen sind immer dieselbe Kette: Abmahnung, Unterlassung, Schadensersatz – und im schlimmsten Fall die Umbenennung des gesamten Auftritts. Dann sind Schilder, Drucksachen, Fahrzeugbeschriftung, Domain, Social-Media-Konten und die mühsam aufgebaute Bekanntheit auf einen Schlag wertlos. Dieser Fall ist nicht selten.
So prüfst du vorab – kostenlos
Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) betreibt ein öffentliches Rechercheportal. Dort suchst du selbst nach deinem Wunschnamen, bevor du ihn irgendwo verwendest:
- Nach dem Namen und nach ähnlichen Schreibweisen suchen, auch nach dem Klangbild.
- Prüfen, ob es Eintragungen in deiner Branche und deinem Leistungsbereich gibt – Marken gelten immer nur für bestimmte Waren- und Dienstleistungsklassen.
- Ergebnisse mit Datum als Nachweis ablegen.
Wer sich einarbeitet, kommt damit erstaunlich weit. Volle Rechtssicherheit gibt es allerdings auch mit anwaltlicher Hilfe nicht – bei einem Namen, auf den du dein Geschäft aufbaust, lohnt die zusätzliche Ähnlichkeitsrecherche oder eine kurze juristische Einschätzung.
Die eigene Marke anmelden ist günstiger als gedacht
Viele Gründer halten eine Markenanmeldung für etwas, das sich erst später lohnt. Tatsächlich ist eine Eintragung beim DPMA für bestimmte Waren- und Dienstleistungsbereiche für einige hundert Euro zu haben. Sie schreckt Nachahmer ab und bewahrt dich davor, dass jemand anderes später deinen eingeführten Namen schützen lässt – und dich damit zur Umbenennung zwingt.
Domain und Social-Handles gehören zum Namen
Sichere dir früh die passende Domain und die Konten auf den Plattformen, die für dich zählen – inklusive naheliegender Varianten und typischer Vertipper. Das kostet wenig, hält deinen Auftritt einheitlich und erspart dir später eine teure Umbenennung, nur weil der Name woanders schon besetzt ist.
Häufige Fragen
Schützt mich die Eintragung im Handelsregister?
Nein. Die Firmierung im Handelsregister und eine eingetragene Marke sind zwei verschiedene Dinge. Der Registereintrag sagt nichts darüber, ob der Name markenrechtlich frei ist.
Muss ich eine Marke überhaupt anmelden?
Pflicht ist das nicht. Ohne Eintragung hast du aber nur schwache Rechte und trägst das volle Risiko, dass ein anderer den Namen schützt.
Was mache ich, wenn eine Abmahnung kommt?
Fristen notieren, nichts vorschnell unterschreiben, fachlichen Rat holen. Eine unterschriebene Unterlassungserklärung wirkt dauerhaft und mit Vertragsstrafe.
Was dich in diesem Kurs erwartet
Wir gehen die Recherche im DPMA-Portal gemeinsam durch, schauen uns an, wie Verwechslungsgefahr beurteilt wird, und klären, wann sich eine eigene Anmeldung lohnt. Am Ende hast du eine kurze Liste, die du vor jedem neuen Produktnamen durchgehst.
Passend dazu: Urheberrecht und Rechtsformen. Über den AVGS der Agentur für Arbeit ist der Kurs für dich kostenlos. Alle Themen stehen in der Übersicht Gründerwissen.
Stand der Angaben: Oktober 2026. Dieser Text gibt den Inhalt unseres Kurses wieder und ersetzt keine Rechtsberatung.
Kursinhalt
Markenrecht
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Video: Gefahren der Selbstständigkeit – Markenrecht
01:58 -
Coaching: Gefahren der Selbstständigkeit – Markenrecht
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Test: Gefahren der Selbstständigkeit – Markenrecht
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