Rechtliche Risiken bei Websites – Impressum, Datenschutz und Cookies richtig umsetzen

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Über den Kurs

Eine Website ist schnell gebaut – und genauso schnell abmahnbar. Drei Bereiche führen zu fast allen Problemen: fremde Inhalte, ein fehlendes oder unvollständiges Impressum und der Umgang mit Daten und Cookies. Alle drei lassen sich an einem Nachmittag sauber erledigen.

Impressumspflicht: fast jede Seite braucht eines

Jede geschäftsmäßige Website braucht ein Impressum – auch Vereine. Die einzige Ausnahme sind rein private Seiten, die wirklich nur für Familie und Freunde gedacht sind. Hinein gehören:

  • vollständiger Name und, falls vorhanden, die Rechtsform,
  • die ladungsfähige Anschrift,
  • Kontaktmöglichkeiten: mindestens eine E-Mail-Adresse, besser zusätzlich eine Telefonnummer,
  • Registerangaben, etwa Handelsregister- oder Vereinsnummer,
  • die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, sofern vorhanden,
  • bei bestimmten Berufsgruppen die zuständige Aufsichtsbehörde und die Berufsbezeichnung.

Wichtig ist außerdem die Erreichbarkeit: Das Impressum darf nicht versteckt sein. Der übliche und sichere Platz ist die Fußzeile, von jeder Unterseite aus mit einem Klick erreichbar.

Eine Steuernummer gehört übrigens nicht ins Impressum – gemeint ist immer die Umsatzsteuer-ID.

Datenschutzerklärung: was du erhebst, musst du erklären

Jede Website braucht eine Datenschutzerklärung. Sie beschreibt, welche personenbezogenen Daten du erhebst, wofür du sie nutzt und wie du sie schützt. Betroffen sind unter anderem Kontaktformulare, Newsletter-Anmeldungen, Analysewerkzeuge und eingebundene Dienste.

Auch hier gilt: nicht irgendwo abschreiben. Entweder du lässt die Erklärung erstellen oder du nutzt einen geprüften Generator und füllst ihn ehrlich aus. Eine Datenschutzerklärung, die Dienste beschreibt, die du gar nicht einsetzt – oder die den verschweigt, den du einsetzt –, ist schlimmer als keine. Sie gehört an dieselbe gut sichtbare Stelle wie das Impressum.

Cookies: erst fragen, dann setzen

Cookies sind kleine Textdateien, die eine Website auf dem Gerät des Besuchers ablegt. Sie sind nicht per se Werbung: Ohne sie bliebe kein Login gespeichert und kein Warenkorb erhalten. Die rechtliche Linie ist trotzdem klar – nicht technisch notwendige Cookies dürfen erst gesetzt werden, wenn der Besucher zugestimmt hat.

Daraus folgt für dein Cookie-Banner:

  • Keine vorbelegten Haken. Zustimmung ist eine aktive Entscheidung.
  • Ablehnen muss genauso leicht möglich sein wie Zustimmen.
  • Auswahl nach Kategorien, und jeder Dienst in der richtigen Kategorie.
  • Wer ablehnt, bei dem muss der Inhalt tatsächlich blockiert werden – ein Banner, das nur fragt und trotzdem lädt, ist schlimmer als keines.

Die vier Arten, die du auseinanderhalten solltest: Sitzungscookies verschwinden mit dem Schließen des Browsers. Permanente Cookies bleiben länger und merken sich zum Beispiel den Login. Erstanbieter-Cookies setzt deine eigene Seite. Drittanbieter-Cookies kommen von fremden Diensten und dienen meist dem Tracking über mehrere Seiten hinweg.

Ein praktischer Rat aus dem Kurs: Halte die Zahl der Cookies klein. Jeder Dienst, den du nicht einbindest, muss weder erklärt noch blockiert noch gepflegt werden.

Der Klassiker: Google Fonts

Schriften, die beim Seitenaufruf von einem fremden Server geladen werden, übertragen dabei die IP-Adresse des Besuchers. Genau das war Gegenstand zahlreicher Abmahnwellen. Die saubere Lösung ist einfach: Schriften lokal einbinden, also auf dem eigenen Server ablegen. Dann wird keine Verbindung zu einem Dritten aufgebaut, und die Seite lädt meist sogar schneller.

Fremde Inhalte

Bilder, Texte und Videos dürfen nur verwendet werden, wenn du die Rechte daran hast. Das ist der häufigste und teuerste Fehler überhaupt; wir behandeln ihn ausführlich im Kurs Urheberrecht.

Häufige Fragen

Reicht ein Impressum auf der Startseite?

Es muss von jeder Seite leicht erreichbar sein. Ein Link in der Fußzeile erfüllt das.

Brauche ich ein Cookie-Banner, wenn ich nur ein Kontaktformular habe?

Für rein technisch notwendige Funktionen brauchst du keine Einwilligung. Sobald Analyse, Karten, Videos oder Schriften von außen dazukommen, brauchst du sie.

Was passiert, wenn das Impressum unvollständig ist?

Es ist abmahnfähig. Die Korrektur dauert zehn Minuten, die Abmahnung kostet ein Vielfaches davon.

Was dich in diesem Kurs erwartet

Wir gehen Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner Punkt für Punkt durch, ordnen die Cookie-Arten ein und schauen uns an, warum lokale Schriften die einfachste Lösung sind. Am Ende hast du eine Liste, die du vor dem Start deiner Seite abhakst.

Passend dazu: AGB und Widerrufsrecht und Online Marketing. Über den AVGS der Agentur für Arbeit ist der Kurs für dich kostenlos. Alle Themen stehen in der Übersicht Gründerwissen.

Stand der Angaben: Oktober 2026. Dieser Text gibt den Inhalt unseres Kurses wieder und ersetzt keine Rechtsberatung.

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Was werde ich lernen?

  • Wer braucht ein Impressum und welche Angaben sind Pflicht
  • Wie du eine rechtssichere Datenschutzerklärung erstellst
  • Was Cookies sind und wie du rechtlich korrekt damit umgehst
  • Anforderungen an Cookie-Banner und Einwilligungen
  • Unterschiede zwischen Sitzungs-, permanenten, Erst- und Drittanbieter-Cookies
  • Risiken bei Google Fonts und externen Diensten – und wie du sie vermeidest

Kursinhalt

Rechtliche Risiken bei Websites: Impressum, Datenschutz, Cookies
Was auf die eigene Website gehört, damit keine Abmahnung droht: Urheberrecht, Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner.

  • Video: Risiken bei Websites
    03:39
  • Coaching: Risiken bei Websites
  • Test: Risiken bei Websites

Rechtliche Risiken bei Websites – Impressum, Datenschutz und Cookies richtig umsetzen

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